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zbz Wohnen GmbH - Das Interview

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Verfasst am 08.12.2018, in der Kategorie "Wohnreport"
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Der Projektentwickler zbz Wohnen GmbH agiert unter dem Namen Benz & Ziegler auch als Architekturbüro. Eine ungewöhnliche Kombination, die aus einem klaren Bedürfnis heraus entstanden ist. immostar.de hat dazu mit den beiden Geschäftsführern von zbz Wohnen GmbH, Matthias Benz und Christoph Ziegler, gesprochen.

immostar.de: „Wie kam es dazu, dass Sie als Architekten beschlossen, auch als Bauträger tätig zu werden?“
Matthias Benz: „Wenn man in München durch neue Wohngebiete läuft, die teils großflächig entstehen, um den begehrten neuen Wohnraum zu schaffen, fällt eine gewisse Monotonie auf. Alles sieht ein bisschen gleich aus, man spürt die maximale Effizienz, sowohl in Bezug auf Kosten als auch Funktionalität. Und ja, man spürt auch den mangelnden Mut im Entwurf.“

immostar.de: „Sie wollten es also anders machen?“
Christoph Ziegler: „Ja, wir guckten uns viele neue Wohnbauten an und fragten uns: Wie kann man Bauträgerobjekte mit schöner Architektur realisieren. Weg von der Monotonie der Bauwüste, hin zu lebenswertem Wohnraum mit Identifikationspotential. Wir wollen Baukultur fördern und beweisen, dass das auch im Bauträgerwesen möglich ist. Als Architekt gestaltet man Raum und Umfeld, man prägt das städtische Bild, hat also auch eine weitergreifende Verantwortung: Man prägt das tagtägliche Leben von Menschen, die in den Häusern wohnen genauso, wie das der Nachbarn oder Passanten.“

immostar.de: „Wie ist also Ihr Ansatz, wie arbeiten Sie?“
Matthias Benz: „Wir bewegen uns weg vom Gedanken der reinen Effizienz. Wir investieren Zeit in den Entwurf. Unsere Architektur entsteht durch ein gewisses Querdenken. Bereits in der Planung vermeiden wir die üblichen Standardgrundrisse. Wir geben Geld dort aus, wo es sinnvoll ist und dem Projekt insgesamt zu Gute kommt. Genau dadurch entstehen Räume mit besonderer Wohnqualität bei gleichbleibenden Kosten. Kreativität und Umsetzung gehen Hand in Hand. Durch die Kombination von Architekturbüro und Bauträger nutzen wir gezielt partnerschaftliche Kooperationen aller Projektbeteiligten, um Synergien zu schaffen. In Verbindung mit einer gesamthaft durchdachten Planung erreichen wir dadurch mehr: Es entstehen Häuser, die nachhaltige Immobilienwerte und Lebensqualität schaffen. Wir möchten bestehende Ortsstrukturen um außergewöhnliche Gebäude bereichern. Ein Grundstück betrachten wir unvoreingenommen und von einem weiteren Blickfeld: Denn eine gut durchdachte und ins Umfeld integrierte Architektur schafft bleibende Werte.“

immostar.de: „Ist Qualität im Wohnungsbau heutzutage nicht zu teuer?“
Christoph Ziegler: „Qualität muss sich in allen Dimensionen ausdrücken, erst dadurch entstehen Mehrwerte. Als Kapitalanlage sind unsere Häuser wertbeständig, die Käufer bekommen etwas für ihr Geld. Das bleibt immer ein Kriterium. Aber natürlich geht es auch um gesellschaftliche Werte, die wir schaffen wollen. In dem wir uns für gute Entwürfe stark machen, entsteht Wohnraum mit Lebensqualität. Menschen, die in individuellen Häusern leben, können sich wieder mit ihrem Wohnraum identifizieren. Die Diversität kommt dem städtebaulichen Bild zu Gute. Der extremen Effizienz muss wieder etwas entgegengesetzt werden. Keine Investoren getriebene Architektur, sondern eine moderne, ansprechend funktionale Architektur, ohne historisierend zu sein. Wir versuchen eine moderne Ornamentik, ein modernes Wohnen zu etablieren.“

immostar.de: „Wie sieht das in der Umsetzung konkret aus?“
Matthias Benz: „Im Süden von München, einem der schönsten Wohngegenden, realisieren wir gerade ein exklusives Mehrfamilienhaus, umgeben von Grün und alten Baumbeständen. Die Architektur ist modern und zurückhaltend zugleich. Mit seiner dunkelgrauen Fassade integriert sich der Baukörper nicht nur in seine Umgebung, sondern reagiert auch konstruktiv auf die lokalen Begebenheiten. Im Entwurf verbinden wir die Charakteristik des Satteldachhauses mit der modernen Architektur des Penthauses und schaffen so vielfältige Wohneinheiten mit Garten und Terrassen. Wir nennen das Objekt die „Sollner Terrassen“. Die Kernidee war, die Qualitäten der Terrassierung so auszubauen, so dass jede Wohnung eine außergewöhnliche Terrasse und einen besonderen Grundriss erhält. Jede Wohnung ist anders, und auf ihre Weise besonders. Dies schafft Anreize und ist identitätsbildend für die Bewohner.“

immostar.de: „Herr Benz und Herr Ziegler, wir danken Ihnen für dieses informative Interview.“