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Mieten werden auch in München bezahlbarer

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Immobilienmarkt
Kategorie "Immobilienmarkt"

Wohnen ist in den letzten 6 Jahren zwar nicht billiger geworden – weil die Mieten weiter gestiegen sind; aber trotzdem deutlich bezahlbarer – weil die Löhne und Gehälter noch wesentlich stärker gestiegen sind als die Mieten; insbesondere in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt a.M., Düsseldorf, Köln und München.

Dies ergibt sich aus einem Vergleich der Bruttoarbeitsentgelte nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit im Zeitraum 2015 bis 2021 mit der Entwicklung der Mieten im gleichen Zeitraum nach den Daten des F+B Forschungsinstituts in Hamburg. Bundeweit stiegen die Löhne im Betrachtungszeitraum um 11,3 % auf € 3.435. Im selben Zeitraum stiegen die Bestandsmieten um durchschnittlich 6 % und die Neuvertragsmieten um durchschnittlich 6,6 %.

Eine große Münchner Tageszeitung hatte bereits im Jahre 2018 aus einer groß angelegten Leserumfrage zur Mietbelastung in München 12.000 Rückmeldungen erhalten. Das Ergebnis (Zitat): „Im bundesweiten Mittel geben die Teilnehmer der Umfrage 26 % des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete aus, in München sind es 28 %“. Abweichung vom Bundesdurchschnitt somit gerade mal 2 %. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) in seiner regelmäßigen Umfrage zur Mietbelastung. Es ermittelte eine mittlere Mietbelastung in München von 27 %. Diese Mietbelastung ist inzwischen aufgrund der o.g. Entwicklung der Löhne im Vergleich zur Entwicklung der Mieten weiter gesunken. Dies ist allerdings nichts Neues: Auch langfristig betrachtet ist die Mietbelastung in München gesunken. Im Wohnungsmarktbericht der Landeshauptstadt München von 1994 (!) heißt es: „Die Mietbelastung in München beträgt 30 %“. Das war vor 28 Jahren – zu einer Zeit, in der die Pro-Kopf-Wohnfläche in München noch ca. 30 m² betrug; heute liegt sie bei 40 m² pro Kopf. Hinzu kommt: Laufend steigender Wohnkomfort – Dinge wie Isolierverglasung, komfortable Sanitärausstattung, automatisch und zentral gesteuerte Heizungs- und Warmwasserversorgung etc., die damals noch als Luxus galten, sind heute Standard und z.T. sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Fazit: Mehr Wohnfläche und steigender Wohnkomfort bei sinkender Mietbelastung

Das passt nicht in das Bild von Mieterverbänden und Politikern, die gerne den Mythos vom „Mietenwahnsinn“ pflegen, um weitere Einschränkungen der Eigentümerrechte durchzusetzen – allen Fakten zum Trotz, die sie gerne auch unterdrücken: So hat auch die Stadt München früher (!) Umfrageergebnisse zur Mietbelastung veröffentlicht. Im letzten städtischen Bericht zur Wohnsituation in München, der Zahlen zur Mietbelastung enthält (Ausgabe Dezember 2012) nennt die Stadt eine durchschnittliche Mietbelastung von 23 % und führt dazu aus: „So hat München trotz des Spitzenmietniveaus aufgrund der hohen Kaufkraft eher eine mittlere Mietbelastung im nationalen Vergleich. Gegenüber der letzten Mikrozensus-Erhebung sank erfreulicherweise die Münchner Mietbelastungsquote“ (Zitat Ende). Daraufhin hat HAUS + GRUND MÜNCHEN die damit von der Stadt bestätigte unauffällige Mietbelastung thematisiert. Seitdem veröffentlicht die Stadt in ihren neuen Berichten zur Wohnungssituation keine Zahlen zur Mietbelastung mehr. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Rechtsanwalt Rudolf Stürzer, Vorsitzender Haus + Grund München

HAUS + GRUND MÜNCHEN
www.hug-m.de

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