Immobilienmakler - Der perfekte Beruf?
Geschrieben am 06.05.2016

Sicherlich hegen viele Menschen den Traum vom perfekten Beruf, wobei das Berufsfeld Immobilienmakler schon nahe dran ist. Immerhin kann man viel Geld verdienen, ohne dass zu viel Arbeit entsteht. Besonders, wenn man große Villen und teure Wohnungen vermittelt, kann die einige Beteiligung sehr hoch sein. Dennoch kann man von heute auf morgen nicht in den Beruf des Immobilienmaklers einsteigen. Es werden verschiedene Aspekte vorausgesetzt, welche für den Beruf benötigt werden.

Was ist ein Immobilienmakler und was tut er?

Ein Immobilienmakler vermittelt zwischen dem Besitzer einer Immobilie und Interessenten. In vielen Fällen verfügt der Besitzer nicht über das nötige Wissen, um die Immobilie selbst zu vermarkten. Nun kommt ein Makler ins Spiel, welcher diese Aufgabe übernehmen wird. Dieser kümmert sich um den Verkauf oder die Vermietung, indem er passende Mieter oder Käufer sucht. Jedoch müssen in beiden Fällen beide Parteien verhandeln. Hierbei vertritt der Immobilienmakler immer die Interessen des Auftragsgebers. Deswegen sind diverse charakterliche Eigenschaften für den Beruf hilfreich. Verhandlungswesen, Freundlichkeit, Wissen in Mathematik und Recht und vieles mehr gehört zum großen Cocktail, welcher sich als Beruf des Maklers entpuppt. Der Kunde sollte sich immer beim Makler wohlfühlen und diesen vertrauen, wobei er in erster Linie eine beratende Funktion einnimmt. Er sollte stets in der Lage sein beiden Parteien Fragen zu beantworten. Ein unprofessioneller oder unqualifizierter Eindruck darf nicht entstehen. Dies kann zum Verlust des Auftrages führen, und ebenso den eigenen Ruf schädigen. Dies führt wiederum zum Verminderung des Kundenstamms. 

Eine Erlaubnis für den Immobilienmakler

Wie oben erwähnt, kann man nicht einfach in den Beruf des Maklers starten. Man benötigt eine Erlaubnis der Gewerbeordnung, um den Job durchzuführen. Diese Erlaubnis kann bei den örtlichen Kommunen beantragt werden. Jedoch muss die Erlaubnis nicht erteilt werden. Man darf in den letzten fünf Jahren nicht straffällig geworden sein. Auch bestehende Steuerschulden oder laufende Insolvenzverfahren sind ein No-Go und verhindert oftmals die Ausstellung der Erlaubnis. Zugleich muss man als Mitglied der Industrie- und Handelskammer sowie beim Finanzamt gemeldet sein. Darüber hinaus ist eine solche Erlaubnis mit Kosten verbunden, welche sich auf 300 bis 2.000 Euro belaufen können. Hierbei kommt es darauf an, welcher Bereich genutzt werden soll. Möchte man die gesamten maklertechnischen Bereiche abdecken, ist die Erlaubnis natürlich sehr viel teurer, als wenn man sich nur für ein spezielles Gebiet interessiert.

Die Arbeitszeiten

Im Grunde kann ein Immobilienmakler frei über die Arbeitszeiten bestimmen. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass der Kunde König ist. Dementsprechend muss man oft seinen Terminplan mit dem Kunden abgleichen und auf dessen Interessen eingehen. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass ein Immobilienmakler am Wochenende oder Feiertagen arbeiten muss. Trotzdem sind die Arbeitszeiten recht flexibel und es ist möglich, auch kurzfristig Termine einzuplanen oder diese abzusagen. Ansonsten ähnelt der Alltag eines Immobilienmaklers häufig den eines üblichen Büroangestellten, wobei Immobilienmakler weniger Freizeit besitzen. Gerade die Termine für Wohnungsbesichtigungen fallen auf das Wochenende. Somit ist der Beruf des Immobilienmaklers sicherlich kein Job, wo man wenig arbeiten muss.

Die Bezahlung

Die eigene Bezahlung ist natürlich einer der wichtigsten Punkte, wenn man Immobilienmakler werden möchte. In der Regel erhält ein Makler eine festgelegte Provision, auch Courtage genannt. Diese kann sich aus verschiedenen Punkten zusammensetzen. Es kommt darauf an, wie aktiv man ist, wo man seine Immobilie vermittelt, welche Immobilie vermittelt wird und ob man erfolgreich war. In Deutschland beträgt die Provision für einen Immobilienmakler etwa vier bis acht Prozent des Kaufpreises der Immobilie. Dieses Geld erhält der Makler erst, wenn der Vertrag abgeschlossen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle anfallenden Kosten selbst getragen werden, wie Benzingeld. Da das Gehalt als Makler recht unterschiedlich sein kann, arbeiten viele nur nebenberuflich als Immobilienmakler. Doch mit etwas Glück, den nötigen Ehrgeiz und Vorsicht kann ein selbstständiger Immobilienmakler bis zu 70.000 Euro jährlich verdienen.

Die Ausbildung

Im Grunde darf sich jeder Erwachsene Immobilienmakler nennen, wenn die Voraussetzung der Erlaubnis der Gewerbeordnung* vorliegt. Insofern ist keine Ausbildung notwendig, die in dieser Form auch nicht angeboten wird. Viele nutzen eine Ausbildung im Immobilienbereich und lassen sich später zu einem Immobilienmakler weiterbilden. Zugleich werden verschiedene Kurse angeboten, welche die wichtigsten Punkte des Geschäfts abdecken. Sie werden blockweise oder am Wochenende durchgeführt, wobei der Umfang 100 bis 300 Stunden betragen kann. Jedoch ist ein solcher Kurs nicht umsonst und kann zwischen 1.000 und 3.000 Euro kosten.

Foto: ® Jeanette Dietl - Fotolia.com

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