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Barrierefrei bauen: So gestalten Sie Bad und Küche am besten aus

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Verfasst am 25.07.2017, in der Kategorie "Wohnreport"
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Wer älter wird, dem fällt irgendwann auch das Treppensteigen oder Laufen ohne Gehhilfe schwer. Eine Wohnung mit wenig Platz oder im oberen Stockwerk ist da ein absoluter Graus. Wer sich Qualen ersparen möchte, sollte sich rechtzeitig nach Wohnalternativen umsehen, das Heim umgestalten oder von vorneherein bedenken, die eigenen vier Wände entsprechend barrierefrei zu bauen. Räume mit besonderen Anforderungen sind Bad und Küche. Hier bekommen Sie Tipps.  

Barrierefrei bedeutet nicht unbedingt nur alters- oder behindertengerecht. Dahinter verbirgt sich eine Umschreibung für Wohnräume, die den vorhandenen Platz optimal nutzbar machen. Das lässt sie zu einem komfortablen Heim für Bewohner jeden Alters werden, so zum Beispiel auch für Kinder, die in einem barrierefreien Haus auf weniger Stolperfallen treffen.

Wer entsprechende Normen erfüllt, kann auch von einer Förderung seines Vorhabens profitieren. Jeder Wohnraum hat dabei spezielle Anforderungen, allen voran die Küche und das Bad. Mehr Wissenswertes über barrierefreies Bauen erfahren Sie hier im Wohnglück Magazin von Schwäbisch Hall.

 

Die Küche: Alle Geräte gut erreichbar

Backofen, Geschirrspüler oder Waschmaschine lassen sich meist auch aus einer Sitzposition bedienen, anders sieht es mit Küchengeräten wie Mikrowelle oder Mixer aus, die häufig auf höheren Regalböden Platz finden. In einer barrierefreien Küche kommt es darauf an, dass auch diese Kleingeräte ohne fremde Hilfe bedient werden können. Für Rollstuhlfahrer ist es deshalb praktisch, wenn Hängeschränke sich per Knopfdruck auf die gewünschte Höhe bringen lassen.

Mit der Tiefe der Arbeitsfläche gilt es, sparsam zu sein, sonst verschwinden Töpfe und Haushaltsgräte in nicht erreichbarer Entfernung. Da all diese Anforderungen auf Kosten des Stauraumes gehen, schaffen Sie am besten mit Rollcontainern und Ziehelementen Abhilfe. Die Vorderfront einer Spüle sollte nach vorn hin abgeschrägt sein. So wird sie zumindest teilweise unterfahrbar und schwere Töpfe können sicher hineingestellt werden. Wer seine Dunstabzugshaube per Fernbedienung bedienen kann, nutzt sie auch mit körperlichen Beeinträchtigungen noch selbstständig.

Das Bad: Barrierefrei durch viel Platz

Wer barrierefrei leben möchte, sollte auch ein besonderes Augenmerk auf die Badgestaltung legen. Denn gerade bei der Körperpflege wollen Menschen so lange wie möglich selbstständig bleiben. Dafür sollten die Wände tragfähig genug sein, um Haltegriffe zu installieren. Die WC-Spülung sollte man auch im Sitzen ohne große körperliche Verrenkungen betätigen können. Eine Dusche ist praktischer als eine Badewanne, da sie einfacher zu betreten ist. Stolperfallen am Eingang gilt es unbedingt zu vermeiden.

Der wichtigste Aspekt, der im Nachherein nicht oder nur zu hohen Kosten trotz Förderung korrigiert werden kann, ist der Platz. Denn nur wenn das Bad weitläufig genug ist, kann man dort auch mit einem Rollstuhl oder einer Gehhilfe problemlos umherlaufen und die Richtung wechseln. Um barrierefrei zu bauen, sollte also zumindest eines der Badezimmer großzügig ausgestaltet sein.

Foto: ©GunnarAssmy - fotolia.de