Backpulver kann Schimmel-Problem in Fugen verschlimmern
Geschrieben am 21.02.2016

Als gutes Hausmittel gegen Schimmel gilt Backpulver. Aber Experten zufolge verschlimmern seine Stärkeverbindungen auf Dauer das Schimmelproblem sogar. Backpulver wird gerne als Hausmittel gegen Schimmel in Fugen empfohlen. Auf den ersten Blick hilft das auch: Natriumhydrogencarbonat im Backpulver wirkt alkalisch, wodurch zunächst ein gewisser Reinigungseffekt erzielt wird. Und das weiße Pulver zieht in die porösen Fugen ein, was den Schimmel zusätzlich erst einmal überdeckt. Aber als Trennmittel enthält Backpulver Stärkeverbindungen wie Mehl, die Schimmelpilzen als Nahrung dienen können und das Schimmelproblem dadurch mittelfristig verstärken. Besser ist es, befallene Silikonfugen zu entfernen und zu erneuern. Danach kann man eventuell die Spalte noch mit 70bis 80prozentigem Ethylalkohol, auch als Brennspiritus bekannt, auswischen. Grundsätzlich gilt: Nur kleine Flächen an der Wand von bis zu etwa einem halben Quadratmeter sollte man selbst behandeln, bei größeren Flecken muss ein Profi den Ursachen auf den Grund gehen. Die Beläge und Sporen von glatten und geschlossenen Oberflächen wie Glas, Metall, Lack und Kunststoffe können einfach mit Haushaltsreiniger abgewischt werden. Poröse Materialien wie Tapeten, Spanplatten oder eben auch Fugenmaterial sollte man ganz entfernen.

dpa/tmn
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