Schloss Dachau mit Hofgarten
Geschrieben am 05.01.2016

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, stellt Ihnen immostar.de regelmäßig ein Schloss, einen Garten oder einen See vor. Heute der 9. Teil unserer Serie über das Schlösserland Bayern: Schloss Dachau mit Hofgarten

Das Schloss Dachau geht auf eine frühmittelalterliche Burg der Grafen von Dachau zurück. Von 1546 bis 1577 wurde es unter Herzog Wilhelm IV. und seinem Sohn Herzog Albrecht V. durch die Hofbaumeister Heinrich Schöttl und Wilhelm Egkl, von einer baufälligen Burg zu einer mächtigen Vierflügelanlage, ausgebaut. Aus dieser Zeit stammt die prunkvolle Renaissance-Holzdecke im Festsaal, die als eine der bedeutendsten in Süddeutschland gilt. Ab 1578 entstand nach Plänen des Malerarchitekten Friedrich Sustris ein von Mauern geometrisch geordneter, mit quadratischen Blumen- und Kräuterbeeten besetzter Renaissancegarten. Kurfürst Max Emanuel war es dann, der dem Dachauer Hofgarten 1715 ein barockes Gepräge gab. Anstelle der Blumen- und Kräuterbeete gestaltete der Baumeister des Kurfürsten, Joseph Effner, zwei große, mit geschnittenem Buchsbaum und Blumenrabatten verzierte Broderiebeete. Gleichzeitig ließ der Kurfürst ein kleines Waldstück westlich des Gartens ankaufen, welches er und seine Nachfolger mit allerlei Spieleinrichtungen ausstatteten, darunter eine Kegelbahn, eine Schaukel, verschiedene Holzhütten und anderes mehr. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden drei Viertel der Schlossanlage abgebrochen; erhalten blieb der unter Kurfürst Max Emanuel 1715 bis 1717 barockisierte Festsaaltrakt zum Hofgarten hin. Ebenso wurde der Hofgarten Anfang des 19. Jahrhunderts vereinfacht. Hofgärtenintendant Friedrich Ludwig von Sckell ließ ab 1802 innerhalb der Gartenmauern Obstbäume pflanzen. Der Spielgarten im Wäldchen verfiel. Die reizvolle Lage des Dachauer Hofgartens auf einem Höhenrücken bietet einen grandiosen Panoramablick bis hin zur Gebirgskette der Alpen.

Öffnungszeiten 2015/2016: April-September: 9-18 Uhr, Oktober- März: 10-16 Uhr, Montags geschlossen. Auch geschlossen am 1. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember.

Führungen: Es finden keine regelmäßigen Führungen statt. Führungen für private Gruppen können über die Tourist Information Dachau gebucht werden. Tel. 08131/75287.

Weitere Informationen für Besucher: für Personen mit Beeinträchtigung ist ein Aufzug vorhanden, Anmeldung an der Kasse; der Hofgarten ist über eine Rampe erreichbar. Das Café & Restaurant Schloss Dachau ist zurzeit geschlossen. Wenige Park und Busstellplätze am Schlossplatz vorhanden; öffentliche Parkplätze finden Sie in der Dachauer Altstadt sowie im Parkhaus Wieninger Straße.

Festsaal mit Vestibül

Geeignet für: Konzerte, Stehempfänge, gesetzte Essen, Vorträge Höchstbelegung: Stehempfang: 585 Personen, Reihenbestuhlung: 500 Personen, Bankettbestuhlung: 350 Personen.
Miete ohne Nebenkosten: 1.900,- Euro regulär, 1.300,- Euro ermäßigt (Preise zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.)
Nebenkosten: Betriebs-, Reinigungs- und Personalkosten werden je nach Veranstaltungsvorhaben erhoben.
Auflagen: Rauchverbot , Kerzenverbot.
Raumgröße: 400 qm (34,5 x 11,5 m), Vestibül OG: 142 qm, Vestibül EG: 158 qm inkl. 114 qm Garderobenfläche
Belegbarkeit: ganzjährig
Infrastruktur: Toiletten im unteren Vestibül und im Zwischengeschoss, Behindertentoiletten im Zwischengeschoss, Garderobe für 550 Personen, Künstlergarderobe im 3. Stock.
Technische Einrichtungen / Mobiliar: Behindertenaufzug, 550 Stühle, Podium mit Anbauteilen (max. 7,5 x 5 m), Rednerpult.
Bewirtung: Bitte beachten Sie, dass bei einer Bewirtschaftung durch ein Catering- Unternehmen in Schloss Dachau von diesem ein 10%iges Bewirtschaftungsentgelt an die örtliche Verwaltung abzuführen ist.
Für weitere Informationen und Reservierungen wenden Sie sich bitte an die Schloss- und Gartenverwaltung Schleißheim, Außenstelle Dachau, Schlossstraße 7, 85221 Dachau, Telefon 0811 / 87923, Fax 08131 / 78573.

www.schloesser.bayern.de

Foto: © Bayerische Schlösserverwaltung, Veronika Freudling, München.