Lüften schützt Kastenfenster vor Frost
Geschrieben am 18.02.2016

Sogenannte Kastenfenster im Altbau können im Winter zufrieren und dadurch schwere Schäden nehmen. Wenn man diese gewaltsam öffnet, reißt man vielleicht ganze Lackbrocken heraus. Zugefrorene Fenster sollten Besitzer daher auf jeden Fall behutsam öffnen. Hartnäckiger Frost lässt sich per Fön entfernen. Allerdings nur aus etwas größerer Entfernung. Ansonsten kann das den Lack auch beschädigen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Altbau Bewohner Kondenswasser zwischen den Scheiben ihrer Kastenfenster rigoros bekämpfen. Denn dieses Wasser sorgt später für zugefrorene Scheiben und Zwischenräume. Damit es gar nicht erst entsteht, ist vor allem regelmäßige Frischluft gefragt. Experten empfehlen zudem, gelegentlich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu messen: Liegt die regelmäßig über 45, 50 Prozent, muss man das Lüftverhalten ändern. Bildet sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ab und zu Kondenswasser, sollte man es einfach mit einem trockenen Tuch entfernen. Wer Kondenswasser und Frost nachhaltig beseitigen will, kann auf der Innenseite des inneren Fensters eine Dichtung anbringen lassen. Handwerksbetriebe bauen dafür zum Beispiel sogenannte Schlauchdichtungen ein, Bastler können es auch mit einer Klebedichtung aus dem Baumarkt probieren. Deren Lebensdauer ist jedoch begrenzt. Sie hängen nach einem halben Jahr oft wieder in Fetzen.

dpa/tmn

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