immostar.de Wohnreport - KW 37
Geschrieben am 12.09.2016

Mietvertrag vorzeitig beenden: Mieter muss allein Nachmieter suchen

Mieter müssen bei einem unbefristeten Mietvertrag bis zum Ablauf der Kündigungsfrist ihre Miete zahlen. Ausnahme: Sie können den Vertrag vorzeitig beenden, indem sie einen Nachmieter suchen. Das ist jedoch nur möglich, wenn man dieses Recht vertraglich mit seinem Vermieter vereinbart hat oder der Vermieter sich dazu bereit erklärt. In beiden Fällen muss dann aber der Mieter den Nachmieter allein suchen. Das berichtet der Deutsche Mieterbund (DMB) und verweist auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Az.: VIII ZR 247/14). Das gilt auch, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse an einer vorzeitigen Kündigung hat - er beispielsweise aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln oder in ein Alters- oder Pflegeheim umzieht muss. Sucht der Mieter nach einem Nachfolger, muss er den Vermieter über den Interessenten aufklären. Der Vermieter muss sich ein hinreichendes Bild über dessen persönliche Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit machen können. Dafür muss ihm der Mieter sämtliche Unterlagen zur Verfügung stellen - wie Verdienstbescheinigungen, Bonitätsauskünfte oder Selbstauskünfte des potenziellen Nachfolgers. Der Vermieter selbst kann, aber muss bei der Suche eines Nachmieters nicht aktiv mitwirken. Demzufolge kann natürlich der Mieter ohne Anwesenheit des Vermieters auch die Besichtigungstermine in der Wohnung durchführen. dpa/tmn

Ein Raum, zweimal modernisiert: Mieterhöhung ist zulässig

Wird ein Raum wie das Bad zweimal modernisiert, und die zweite Maßnahme stellt wieder eine Wertverbesserung dar, darf die Miete entsprechend erhöht werden. Die Kosten der ersten Modernisierung werden in diesem Fall also nicht erst wieder von der Grundmiete abgezogen, bevor die Miete für die zweite Modernisierung erhöht wird, wie die Zeitschrift «Das Grundeigentum» berichtet. Das entspreche dem Grundsatz, dass die Mieterhöhung nach einer Modernisierung Teil der Grundmiete werde und nicht wieder herauszurechnen ist, so die Experten der Zeitschrift. dpa/tmn

Urlaubsgrüße nie öffentlich in sozialen Netzwerken teilen

Sonnige Bilder vom Strand, ein Selfie vor dem Eiffelturm: Beim Teilen von Urlaubsgrüßen in sozialen Netzwerken im Internet ist Vorsicht angebracht. Öffentlich teilen sollten Urlauber solche Grüße gar nicht. Das kann Einbrecher auf den Plan rufen, warnt die Polizei. «Potenzielle Täter wissen dann genau, dass man nicht da ist», sagt Stephanie Weiß vom Landeskriminalamt Niedersachsen. Bietet das Profil dann auch noch ergänzende Informationen, darunter etwa das Geburtsdatum oder den Wohnort, können die Einbrecher mit ein wenig Recherche unter Umständen die genaue Adresse herausfinden. Grundsätzlich sollte man seine Privatsphäre-Einstellungen so wählen, dass die geteilten Inhalte nur Freunde sehen. In vielen Social Media Apps, zum Beispiel Facebook oder Snapchat, lässt sich einstellen, wem die Posts angezeigt werden - zum Beispiel nur Freunden. Nutzer sollten genau prüfen, wen sie als Freund hinzufügen, sagt Kriminalhauptkommissarin Weiß. Nicht selten schicken fremde Leute Freundschaftsanfragen. Die werden besser ignoriert. dpa/tmn

 

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