Die Küche in den Garten holen
Geschrieben am 10.08.2016

Es muss nicht nur das Barbecue sein: Unter freiem Himmel kann so ziemlich alles gekocht werden, wenn man das richtige Equipment hat. «Eine Außenküche ist genau wie eine Küche im Haus», findet Ebbo Christ von der German Barbecue Association. Was braucht es dafür? Laut Christ ist in der Regel eine Maßanfertigung nötig: «Eine Außenküche lässt man sich vom Handwerker anfertigen. Beispielsweise vom Landschaftsgärtner, Zimmermann oder Stahlbauer».

Die Möbel müssen wetterfest sein, etwa aus Beton, Stahl, Naturstein oder Harthölzern. Und frostfest für den Winter.

Die Küche für den Garten gibt es auch mit Kühlschrank

«Es gibt sogar einen Kühlschrank für den Garten. Ein normaler eignet sich nicht, da die Kühlflüssigkeit einfrieren kann», sagt Christ. Das alles kostet: «Zwischen 3000 und 100 000 Euro ist alles dabei. Die Schere geht extrem auseinander.»

Elemente der Outdoorküchen erinnern oft an Servierwagen

Aber der Markt bietet auch viele einfache Einheiten an, die wenigstens rudimentäre Küchenelemente beinhalten. Sie erinnern oft an Servierwagen. Darin eingepasst sind Grillgeräte, es gibt auch Spülen und eine Kühlbox. Manche haben Induktionsherde dabei und Arbeitsflächen. Und vor allem: Sie sind rollbar oder mindestens so kompakt, dass man sie gut bei schlechtem Wetter ins Haus tragen kann. «Multifunktionalität und Modularität stehen im Fokus», beobachtet Stefan Lohrberg, Projektmanager der Gartenmesse spoga+gafa in Köln. «In der Standard-Variante verfügen Outdoorküchen meist mindestens über eine Kochstelle und eine Grillfunktion.» Dem Herzstück sollte natürlich besonderes Augenmerk gelten: «Mit einem Grill kann man alles machen. Wir können garen und backen, braten, dünsten, dämpfen und woken. Was braucht man mehr?», erklärt Christ. Er ersetzt zur Not also die Kochplatte.

Martina und Moritz haben eigene Kochshow im WDR

Martina Meuth und Bernd «Moritz» Neuner-Duttenhofer, deren Kochschau «Kochen mit Martina und Moritz» im WDR läuft, finden sogar, ein Grill als Herzstück reicht im Grunde für das Kochen im Freien. «Häufig geht es bei diesen Outdoorküchen um Prestige und nicht darum, dass das Essen im Mittelpunkt steht», sagt Meuth. Außerdem könne eine ganze Küche in den oft unbeständigen deutschen Sommern nicht so oft zum Einsatz kommen. Mit einer kleinen Grill-Einheit bleibt man da flexibel, auch bei anderen Wetterlagen.

Text/Foto: dpa

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