CarSharing - Mobilität in Ihrer direkten Nähe
Geschrieben am 05.05.2016

Ob Wohnung, Arbeitsplatz oder Auto:
Teilen liegt voll im Trend. Gerade Carsharing erfreut sich immer größerer Beliebtheit und ist aus den Großstädten nicht mehr wegzudenken. Autos bei Bedarf spontan buchen und nach der Fahrt einfach wieder abstellen – diese Flexibilität ist Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) versteht sich als Anbieter von Mobilität aus einer Hand in München und hat deshalb die Kooperationen mit CarSharing-Anbietern in ihre App "MVG more" gebracht. Dort können Nutzer u.a. auf einer Karte aktuell verfügbare CarSharing-Fahrzeuge orten und sich teils auch direkt über die App beim Anbieter registrieren. Die MVG und immostar.de möchte Ihnen mit diesem Service einen Überblick über das gesamte CarSharing-Angebot in München geben und Sie dabei unterstützen, für jeden Fahrzweck den passenden Anbieter zu finden.

CarSharing erobert Europa

Vor fast fünf Jahren eroberten die ersten Fahrzeuge des Carsharing-Anbieters DriveNow die Straßen von München. Mittlerweile ist das Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE in neun europäischen Städten vertreten und zählt über 600.000 registrierte Kunden. DriveNow bietet seine Fahrzeuge nach dem sogenannten Free-Floating- Prinzip zur Miete an. Das bedeutet, dass die Autos innerhalb des Geschäftsgebietes stationsunabhängig angemietet und wieder abgestellt werden können. Über die DriveNow App, die Website oder Mobilitäts- Apps von Kooperationspartnern können die Kunden spontan freie Autos in ihrer Umgebung suchen, reservieren, mit ihrem Smartphone oder ihrer Kundenkarte öffnen und direkt losfahren. Die Kosten werden pro Fahrminute berechnet. In München stehen den Kunden derzeit 550 BMW und MINI Modelle, darunter 85 elektrische BMW i3, zur Verfügung. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 82 Quadratkilometern zwischen Pasing, Neuperlach, Garching und Thalkirchen. Auch die Fahrt zum Flughafen ist möglich. Seit der Gründung 2011 setzt sich DriveNow aktiv für eine zukunftsfähige und nachhaltige städtische Mobilität ein, um so einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung urbaner Verkehrsprobleme zu leisten.

CarSharing als Erweiterung und Ergänzung zum ÖPNV

Das Carsharing-Unternehmen versteht sich dabei nicht als Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr, sondern als Erweiterung und Ergänzung zum ÖPNV und arbeitet deshalb eng mit den Städten und ihren ÖPNV-Betrieben zusammen. Gemeinsames Ziel ist eine multimodale, intelligent vernetzte Verkehrsmittelkette. So bündelt beispielsweise die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG in ihrer kostenlosen App "MVG more" alle Angebote des öffentlichen Nahverkehres und zeigt den Nutzern außerdem alle verfügbare Carsharing-Fahrzeuge, wie die von DriveNow, in ihrer Umgebung an. Carsharing im urbanen Umfeld wird in den kommenden Jahren auch ein wesentlicher Beschleuniger für den Mega-Trend Elektromobilität sein. Denn gerade E-Fahrzeuge eignen sich aufgrund ihrer kürzeren Reichweite und reduzierter Emissionen besonders für den innerstädtischen Verkehr. Bereits 2013 nahm DriveNow deshalb die ersten BMW ActiveE mit Elektroantrieb in seine Flotte auf. Inzwischen sind 20 Prozent der Gesamtflotte elektrisch betriebene BMW i3. Interessierte Kunden haben so die Möglichkeit, Elektromobilität „unverbindlich“ kennenzulernen und schrittweise in ihren Alltag zu integrieren. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen der MVG und den Carsharing-Anbietern in der bayerischen Landeshauptstadt ist die Mobilitätsstation an der Münchner Freiheit. Sie verbindet öffentliche Verkehrsmittel mit Leih-Angeboten und verfügt neben extra ausgewiesenen Carsharing-Parkplätzen auch über zwei Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Die Kunden können so ganz bequem ihre Carsharing-Autos abstellen und in die nahgelegene U-Bahn, Tram oder den Bus umsteigen.

München nimmt Vorreiterrrolle ein

Auch die Stadt München fordert Carsharing und nimmt damit bei der Entwicklung urbaner Mobilität von morgen eine Vorreiterrolle ein. Ende 2015 beschloss der Münchner Stadtrat in diesem Zusammenhang umfangreiche und zukunftsweisende Maßnahmen, wie die Aufhebung der Lizenzobergrenze und die Reduzierung der Lizenzgebühr für Carsharing-Anbieter. Konkret bedeutet das: Ab/Seit April 2016 können Carsharing-Nutzer ihre Fahrzeuge auch in Münchens Altstadt, im Gebiet um den Hauptbahnhof sowie in bislang reinen Anwohnerzonen parken. Grund zur Entscheidung dieser Maßnahmen waren die Ergebnisse von Langzeitstudien, die die entlastende Wirkung auf die urbane Verkehrssituation belegen: Je flächendeckender Carsharing verfügbar ist und je attraktiver damit das gesamte urbane Mobilitätsangebot ist, desto mehr Stadtbewohner überdenken den Besitz eines wenig genutzten Privatautos. Alleine in München wurden so bereits ca. 5.300 PKWs abgeschafft und zudem pro Jahr 41.000 Kilometer weniger Auto gefahren.

Die App: "MVG more" für die gemeinsame Nutzung von MVG Rad und CarSharing

MVG Rad:
Ein zentrales Element zur einfachen Nutzung von MVG Rad ist die Logistik für die Miete und Rückgabe. Auch hier wird in München Neuland beschritten, denn dafür hat die IT der SWM gemeinsam mit dem MVG-Rad-Team die neue App "MVG more" entwickelt, die ab sofort kostenlos bei Google Play (Android) und im App Store (iOS) erhältlich ist. Die App "MVG more" ist sozusagen der Schlüssel zum MVG-Rad – sie bietet mittels Stadtplan und Ortung via GPS einen schnellen und aktuellen Überblick über verfügbare Räder in der Umgebung, mit wenigen Klicks ist das Rad der Wahl gemietet und – nach Eingabe einer über die App erhaltenen PIN – sofort verfügbar. Ein Zwischenparken zur Weiternutzung ist möglich. Zur Rückgabe wird das Rad einfach im Ständer einer Station eingerastet oder innerhalb des Rückgabegebiets mit dem integrierten Bügelschloss abgeschlossen. Alles in allem sind die Nutzer sehr zufrieden. Kritikpunkte greift das MVG-Rad-Team selbstverständlich auf, um das System weiter zu verbessern. Laufend optimiert wird zum Beispiel die Verteilung der Räder, damit die Bikes immer genau dort stehen, wo viele Radler sie mieten wollen. MVGRad kostet generell 8 Cent/Minute. IsarCardAbo-Kunden der MVG und Studierende von teilnehmenden Hochschulen zahlen 5 Cent/Minute. Für Vielfahrer gibt es attraktive Jahrespakete. Wer MVG Radler werden möchte, benötigt lediglich die kostenlose App »MVG more«.

CarSharing: 
Die App "MVG more" zeigt seit Neuestem auch die Car- Sharing-Autos von Drive-Now, car2go und STATTAUTO sowie die Stationen von Stattauto in Ihrer direkten Umgebung an - auf einen Blick und in Echtzeit. Dazu gibt es detaillierte Informationen zu allen Fahrzeugen: In welcher Straße steht das nächste Auto, wie voll ist der Tank und wie sauber ist der Wagen? So bekommen die Kunden alles aus einer Hand, um auch ohne eigene Fahrzeuge in München ganz einfach mobil zu sein. Die Live-Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen werden in absehbarer Zukunft integriert.

Foto:DriveNow GmbH & Co. KG