immostar.de Wohnreport - KW 39
Geschrieben am 26.09.2016

Bei mangelhaftem Einbau einer Solaranlage gilt eine fünfjährige Verjährungsfrist

Treten bei einer Photovoltaikanlage Mängel auf, können Eigentümer gegenüber der Baufirma in der Regel Mängelansprüche geltend machen. Ist die Solaranlage mit der Immobilie fest verbunden, gilt dafür eine Verjährungsfrist von fünf Jahren. Das geht aus einer Entscheidung hervor, die der Bundesgerichtshofs (BGH) am Donnerstag veröffentlicht hat (Az.: VII ZR 348/13). Die Fristlänge sei gerechtfertigt, wenn die Solaranlage auf dem Dach eingebaut wurde und so quasi fest mit dem Gebäude verbunden ist. Denn der Einbau der Anlage entspricht einer Neuerrichtung des Gebäudes - deshalb gilt eine Verjährungsfrist wie bei Bauwerken, entschieden die BGH-Richter.
dpa/tmn

 

Beim Hausbau an den Tod denken: Unverheiratete müssen sich absichern

Wenn unverheiratete Paare ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen, müssen sie auch an den möglichen Tod eines Partners denken. Denn gibt es kein Testament oder einen Erbvertrag, kann der Hinterbliebene Anteile des Eigenheims verlieren. Es gilt die gesetzliche Erbfolge, die gemeinsame Kinder oder Kinder des Partners oder die Eltern des Verstorbenen bevorzugt. Aber selbst bei einem Testament und Erbvertrag muss das Paar sich vorbereiten - und etwas ansparen. Denn durch die Dokumente setzen sich die Partner zwar gegenseitig als Erben ein, es gelten aber etwa bei der Erbschaftssteuer nicht die gleichen Rechte wie für Verheiratete. Der Freibetrag ist geringer und liegt bei 20 000 Euro. Vom verbleibenden Verkehrswert des Immobilienanteils kassiert das Finanzamt in der Regel 30 Prozent. Und Angehörige können noch auf ihren Pflichtteil des Erbes bestehen. Der Abschluss einer Risikolebensversicherung ist hier eine Option, die die Partner auf den Tod des jeweilig anderen abschließen. Tritt der Fall ein, bekommt der Hinterbliebene Geld, mit dem er die Verwandten auszahlen und die Erbschaftssteuer begleichen kann.
dpa/tmn

Kosten für Reinigung der Dachrinne kann Vermieter meist nicht umlegen

Vermieter können die Kosten für die Reinigung der Dachrinnen in der Regel nicht auf den Mieter umlegen. Das gilt vor allem, wenn die Reinigung unregelmäßig erforderlich ist oder nur in längeren zeitlichen Intervallen erfolgt. Grundsätzlich ist der Vermieter nicht dazu verpflichtet, die Dachrinnen regelmäßig zu kontrollieren und reinigen zu lassen. Darauf macht der Eigentümerverband Haus & Grund aufmerksam. Er kann also auch Reinigungskosten, die im Rahmen von Reparaturarbeiten an der Dachrinne anfallen, nicht über die Betriebskostenabrechnung auf die Mieter verteilen. Ausnahme: Der örtliche Baumbestand führt dazu, dass der Vermieter damit rechnen muss, dass Laub die Dachrinne regelmäßig verstopft: Dann kann er die Kosten für die Reinigung auf die Mieter umlegen. Wichtig: Dafür muss er diesen Kostenpunkt jedoch vorher explizit im Mietvertrag aufführen.
dpa/tmn

Text:dpa

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