Hofgarten Dachau
Geschrieben am 21.08.2015

Nachdem 1558 unter Herzog Albrecht V. die baufällige Burg Dachau in ein Sommerschloss umgebaut worden war, entstand ab 1578 nach Plänen des Malerarchitekten Friedrich Sustris ein von Mauern geometrisch geordneter, mit quadratischen Blumen- und Kräuterbeeten besetzter Renaissancegarten. Kurfürst Max Emanuel war es dann, der dem Dachauer Hofgarten 1715 ein barockes Gepräge gab. Anstelle der Blumen- und Kräuterbeete gestaltete der Baumeister des Kurfürsten, Joseph Effner, zwei große, mit geschnittenem Buchsbaum und Blumenrabatten verzierte Broderiebeete. Gleichzeitig ließ der Kurfürst ein kleines Waldstück westlich des Gartens ankaufen, welches er und seine Nachfolger mit allerlei Spieleinrichtungen ausstatteten, darunter eine Kegelbahn, eine Schaukel, verschiedene Holzhütten und anderes mehr. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Garten vereinfacht. Hofgärtenintendant Friedrich Ludwig von Sckell ließ ab 1802 innerhalb der Gartenmauern Obstbäume pflanzen. Der Spielgarten im Wäldchen verfiel. Die reizvolle Lage des Dachauer Hofgartens auf einem Höhenrücken bietet einen grandiosen Panoramablick bis hin zur Gebirgskette der Alpen.

Die Öffnungszeiten des Hofgartens in Dachau: täglich ab 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit (längstens bis 20 Uhr), der Eintritt ist frei. Führungen: Buchungen von Führungen nur für private Gruppen. Informationen für Personen mit Behinderung: Der Hofgarten ist über eine Rampe erreichbar, sonst keine Einschränkung. Gastronomie: Café & Restaurant Schloss Dachau, Tel.: 08131/279927-8, www.schloss-dachau.com · Anfahrt mit dem Auto: von München über die A99 nach Dachau, ca. 34 Minuten. Wenige Park- und Busstellplätze am Schlossplatz vorhanden (gebührenpflichtig). Anfahrt mit der MVG: S2 Richtung Petershausen, Altomünster.