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Auf dem Weg zu mehr Natürlichkeit - immostar.de stellt neue Boden - Trends vor
Geschrieben am 24.02.2016

Großes tut sich nicht: Bei den Bodenbelägen sind es kleinere Strömungen, die die Branche prägen und verändern. Etwa die Bewegung hin zu mehr Natürlichkeit. «Das ganze Thema Natur bleibt ein Thema», sagt die Trendanalystin Gabriela Kaiser. Das zeige sich einmal in der Farbgebung: Beige und Braun sind bei den Bodenbelägen häufig zu sehen, aber auch weiche Grüntöne. Daneben macht die Expertin Pastelle als wichtigen Farbakzent aus. Das Natürliche zeigt sich außerdem bei der Motivwahl für die Musterung der Teppiche, etwa indem Landschaftsbilder darauf kommen, erklärt Jochen Köckler, Vorstand der Deutschen Messe. Sie veranstaltet die Bodenbelagmesse Domotex.

Das Thema Natürlichkeit macht sich auch in der Haptik der Beläge bemerkbar. Viele Designer legen nun verstärkt Wert darauf, in den Teppichen Fußspuren erkennen zu lassen wie man eben sie auch in Gras oder im Waldboden sieht. Was heißt das konkret? Teppiche haben schon seit einiger Zeit gerne höheren Flor. Nun sind sie auch gröber gewebt, erklärt Kaiser. In Sachen Verlegetechnik zeigt sich der Naturgedanke in Form eines Wunsches nach mehr Nachhaltigkeit. So werden laut Kaiser nicht nur gerne verschiedene Hölzer zusammengefügt, sondern dabei handelt es sich auch noch um Fundhölzer, etwa aus alten Fabriken oder Kirchen. Ihre Wiederverwertung findet in edler Verlegungsform statt. Gleichzeitig gibt es die Bewegung hin zum einfacheren Verlegen. Das Klick-System werde zunehmend optimiert, erklärt Köckler. Die Holzarten werden dabei wie beim Fundholz gerne kombiniert. Ein bisschen bizarr erscheint es da, dass es laut Industrie und Produktdesigner Stefan Diez mittlerweile wiederum Imitationen von Sägespuren gibt. Das passt aber wieder zur Natürlichkeit - statt cleanem Industrieschick geht es um das Zeigen gewachsener Spuren, wozu auch die des Handwerks gehören. Bei den Teppichen erlebt die ebenfalls einfacher zu verlegende Teppichfliese eine Renaissance, erzählt Köckler. Am Markt setzen sich außerdem zunehmend elastische Bodenbeläge durch, die etwa aussehen wie ein Parkett oder eine Fliese. «Die Branche erwartet weiter Zuwächse», sagt Köckler. Auch weil diese Designerböden immer besser werden. «Jedes Jahr wird es ein Stück perfekter», sagt Diez. Mittlerweile gebe es Böden, die eine Holzmaserung nahezu perfekt imitieren. Der Vorteil sei, dass sich Vinylböden relativ einfach verlegen lassen, erklärt Köckler. Außerdem sind sie robust und müssen nicht so intensiv gepflegt werden wie andere Bodenbeläge, fügt Diez hinzu. Aber: Die Designerböden sind nicht billig.

dpa
Foto:dpa