immostar.de Wohnreport - KW 40
Geschrieben am 04.10.2016

Pinsel mit dem Kopf nach unten trocknen

Nach dem Streichen müssen Pinsel immer gereinigt werden - mit einem Verdünner oder bei wasserlöslichen Farben und Lacken mit Wasser. Das Trocknen geschieht dann am besten kopfüber. Denn steht der Pinsel auf den feuchten Borsten, verformen sich diese dauerhaft, erklärt die Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln. Die Lösung: Ein leeres Glas nehmen, einen langen Nagel durch das Loch im Griff des Pinsels schieben und diesen quer über den Rand des Glases legen. Der Pinsel hängt so freischwebend in dem Behälter.dpa/tmn

Neubau nach Estrich und Putz zwei Wochen lang heizen

Nachdem der Estrich und Wandputz im Rohbau des Hauses aufgetragen wurden, sollten Bauherren und Handwerker dem Trocknen Zeit geben. Mindestens zwei Wochen lang muss das leere Haus geheizt und dazu noch drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten stoßgelüftet werden. Eine Ausnahme gibt es: Wenn bei nasser Witterung die Luftfeuchtigkeit außen höher ist als innen, sollten Bauherren nicht lüften. Aus Zeitgründen nur die Fenster zu kippen ist keine Alternative. Der Luftaustausch tendiert dabei gegen null, aber die Innenwände und Böden kühlen stark aus. Die Folge: Die Feuchtigkeit bleibt im Haus, Schimmel kann sich bilden. Beschleunigen lässt sich das Trocknen mit speziellen Geräten, allerdings kostet das extra. Ist der Estrich trocken genug, um einen Bodenbelag darauf zu geben, spricht man von der Belegreife. Diese wird mit der Calciumcarbid- Methode (CM-Messung) festgestellt. Eine Probe aus dem Boden wird unter Druck mit Stahlkugeln und Calciumcarbid zusammengebracht - eine chemische Reaktion entsteht. Bei Belägen, die keine Feuchtigkeit aus dem Estrich entweichen lassen wie PVC-Belägen und Fliesen, ist das Messen sogar zwingend vorgeschrieben. Den Trocknungsgrad des Wandputzes erkennen übliche Feuchtigkeitsmesser.dpa/tmn

Einsatz für offenen Kamin reduziert Holzverbrauch stark

Ein offener Kamin ist vergleichbar mit einem Lagerfeuer. Er wirkt heimelig, gemütlich und romantisch - ist aber wenig effizient und nicht umweltfreundlich. Denn das Holz verbrennt in vielen offenen Kaminen nicht optimal, was eine geringe Wärme ergibt und für hohe Emissionen sorgt. Eine Heizkassette im offenen Kamin kann den Wirkungsgrad um das Vier- bis Fünffache erhöhen sowie den Verbrauch von Holz um bis zu zwei Drittel senken und den Schadstoffausstoß reduzieren. Darauf weist der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) in Frankfurt am Main hin. Die Kassette ist ein passgenau angefertigter Einsatz zum Verschließen des Feuerraums. Oft gibt es eine Glastür, so dass man die Flammen weiterhin sehen kann. Der Einsatz lässt sich im Vorfeld der nächsten Heizsaison gut nachrüsten. Die Umrüstung sollte dem HKI zufolge aber mit einem Schornsteinfeger abgesprochen werden.dpa/tmn

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