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Für gemütliche Wärme jetzt aktiv werden
Geschrieben am 22.07.2016

Damit im Winter ein gemütliches Feuer im Kamin prasseln kann, muss man im Sommer aktiv werden. Jetzt ist die Zeit zu planen. Worauf kommt es an?

Klassische Kamine sterben aus

Ofen auswählen: Der klassische offene Kamin ist selten geworden. Er ist zu ineffizient und darf nur gelegentlich genutzt werden, nämlich zweimal pro Woche. Häufiger lasse es die 1. Bundesemissionsschutzverordnung nicht zu, sagt Tim Froitzheim vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Einen höheren Wirkungsgrad haben Kaminöfen, geschlossene Heizkamine oder Kachelöfen. Kaminöfen und Heizkamine werden schnell warm und sorgen vor allem über Luftströme für die Wärme im Raum. «Der Raum ist rasch auf Temperatur, die Luft trocknet aber eher aus», erläutert Froitzheim. Kachelöfen wirken über Strahlungswärme. Sie fühlen sich subjektiv häufig wärmer an als die Konvektionswärme der Kaminöfen und Heizkamine. Für denselben Temperatureindruck muss also nicht so hoch geheizt werden. Dafür benötigen Kachelöfen länger, bis sie warm werden. Kombi-Öfen, eine Mischung aus Kachelofen und Heizkamin, geben warme Luft sowie Strahlungswärme ab und erwärmen auch recht schnell.

Schornsteinfeger in Planungen einbeziehen

Schornstein prüfen: Stephan Langer, Sprecher des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks, rät künftigen Ofenbesitzern, den Schornsteinfeger vor Ort bereits zu Beginn in die Planungen einzubeziehen. Der kann etwa prüfen, ob ein schon vorhandener Schornstein für den geplanten Ofen ausgelegt ist. Oder Hinweise zur Positionierung des Ofens geben. «Sonst wird die Feuerstelle letztlich nicht abgenommen, und man kann nur Blumen hineinpflanzen», sagt Langer. Beim Ofen-Kauf ist zu beachten: Die Anlage muss die Stufe zwei der 1. Bundesemissionsschutzverordnung erfüllen. Diese Vorgabe gilt erst seit Januar 2015.

Brennbare Baustoffe können Probleme beim Nachrüsten verursachen

Schornstein nachrüsten: Viele wollen keinen Schacht im Gebäude anlegen, sondern führen die Anlage an der Außenwand des Hauses entlang. Dafür muss aber durch die Hauswand ein Loch gebrochen werden. Das kann unerwartet groß ausfallen, wenn die Wände brennbare Baustoffe enthalten. «Bei einem 15-Zentimeter-Ofenrohr kann dann eine zusätzliche Dämmung von 20 Zentimeter nötig werden», sagt Langer. Das hat einen Loch-Durchmesser von mehr als einem halben Meter zur Folge.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:

www.zvshk.de

www.schornsteinfeger.de

Foto/Text:dpa