München-Poing

Boomtown vor den Toren Münchens

Poing
Badende am Badesee "Bergfeldsee"
 
Ein Zuhause für viele junge Familien

Verlässt man das Stadtgebiet in östlicher Richtung über die A 94 Richtung Mühldorf, so kommt man am ehemaligen Flughafen Riem vorbei, der nun bereits seit über 22 Jahren zur „Neuen Messe“ mutierte. Weiter geht’s vorüber an Feldkirchen, ehemals Standort einer legendären Regionalbrauerei und alsbald folgt die Autobahnausfahrt Poing. Von Südosten grüßt der Ebersberger Forst mit seinen dichten Wäldern, nach Nordwesten wird die Region eher sumpfig, moorig. Dazwischen aber liegt auf Endmoränenhügeln die Gemeinde Poing.

Poing ist dem älteren Münchner bekannt als Standort des europaweit bekannten Wildparks, der aber eigentlich am Rande des Gemeindegebiets auf 57 ha Wald und Flur liegt, gegründet 1959. Ebenfalls in ganz Europa bekannt war die Westernstadt „No- Name-City“, die in den 90 er Jahren aber an Attraktivität verlor und vom Zahn der Zeit dahin gerafft wurde. Als das Bauzentrum an der Radlkoferstraße in München an der alten Messe aufgelöst wurde, errichteten die Fertighaushersteller hier ihre Mustersiedlung mit Musterhäusern, repräsentiert durch Musterverkäufer – das Interesse ist groß, die Geschäfte laufen gut. Aber gibt’s denn nicht mehr zu sagen über Poing?

Oh ja, beginnen wir mit dem Zahn der Zeit: archäologische Funde führen zurück bis in die Steinzeit um 3.000 v. Chr. Seitdem war die Region in und um Poing permanent besiedelt. Auf die Steinzeitmenschen folgten irgendwann Römer, dann Bajuwaren, die dem Ort auch den bleibenden Namen verliehen, zumindest fast. Piuuuingun (richtige Schreibweise, die Red.) in diversen Abwandlungen, was aber immer schlicht bei den Leuten des Piuwo bedeutet. Weiterhin wechselvoll verlief die Geschichte über die Jahrhunderte hinweg, mit Besitz- und Lehenswechseln, kriegerischen Übergriffen und Katastrophen. Poing blieb bestehen, auf Pest folgte Cholera und darauf die Eisenbahn, die Poing den ersten entscheidenden Impuls in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab. 1871 erhielt Poing einen Bahnhof an der Strecke München – Simbach und wurde somit zum Anziehungspunkt in der Region.

Nach dem Krieg war das Leben im Landkreis Ebersberg eher beschaulich, ländlich ruhig, agrarisch orientiert, so auch in Poing. Der nächste große Wandel vollzog sich mit dem Bau der S-Bahn zur Olympiade in München 1972, die das Umland wesentlich besser an die Landeshauptstadt München anband. Zudem rollten in den 70er und 80er Jahren die ersten Teuerungswellen im Immobilienbereich über München hinweg, was das Wohnen in der Peripherie, in Zusammenhang mit der besseren Verkehrsanbindung, attraktiv machte. Die ersten zusammenhängenden Neubaugebiete und – siedlungen entstanden. Wie stark aber der Schub für Poing werden sollte, konnte niemand ahnen: im Zeitraum von 1990 bis heute verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf rund 15.000 und Poing schwoll an, zur größten Gemeinde im Landkreis Ebersberg. Und noch ist das Wachstum nicht an seinen Grenzen angekommen, gerade entstehen rund 1.200 neue Wohnungen im Gemeindegebiet. Über die Ausweisung weiterer Baugebiete wird nachgedacht. Nicht alle Gemeinden verdauen einen so sprunghaften Bevölkerungszuwachs dermaßen gut wie Poing. Die Kommune hat sich enorm angestrengt, mit der Entwicklung Schritt halten zu können und auf das Ergebnis kann sie stolz sein: trotz der beschriebenen Zuwachsraten, beträgt die Bedarfsdeckung an Kindergarten-, Hort- und Krippenplätzen nahezu 100 %! Grund-, Haupt- und Realschulen bestehen am Ort. Gerade die Förderung der nachfolgenden Generation liegt den Gemeindevätern am Herzen. So wurde ein verbands-, vereins- und behördenübergreifendes Vernetzungskonzept für Jugendarbeit geschaffen. Aber auch die Jugendlichen selbst entscheiden mit, im Rahmen des Poinger Jugendbeirats. Ein Gesamtkonzept, das sich nicht nur bewährt, sondern Vorbildcharakter für viele andere Gemeinden hat, wollen sie eine Zukunft haben.

Darüber hinaus haben sich diverse Betriebe mit überregionaler und internationaler Bedeutung hier niedergelassen. In Verbindung mit den mannigfachen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sowie den ausgezeichneten Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, den hervorragenden Verkehrsanbindungen an Autobahnen, den Flughafen und die City von München, dem guten ÖPNV-System, ist Poing alles andere, als eine „Schlafstadt“, die vor den Toren der Großstadt vor sich hin kümmert. Poing ist stark, interessant, ist Zukunft und eine interessante Wohnalternative zu München. Zumal der Osten Münchens den meisten Münchnern eher unbekannt ist. Ebenfalls wenig bekannt sind die landschaftlichen Reize. Oft findet man hier Ausblicke, wie man sie im Süden Münchens zu finden hofft, oft vergeblich. Und wer schon nicht nach Poing ziehen will, dem sei trotzdem einmal ein Besuch vor Ort empfohlen, damit er sich selbst ein Bild vom blühenden Poing machen kann und ein Besuch mit den Kindern im eingangs beschriebenen Wildpark, ist dann noch ein zusätzliches Erlebnis.

Lage

Die oberbayerische Gemeinde Poing liegt rund 21 Kilometer östlich von München im Landkreis Ebersberg. Die Gemeinde grenzt direkt an den Landkreis München an. Poing erfüllt die Vorstellungen an einen modernen Lebensraum und eine familienfreundliche Wohnsituation. Für knapp 15.000 Einwohner (14.928, Stand: 31.08.2014) stellt die Gemeinde ein großes Einkaufszentrum, heimischen Einzelhandel, einen Baumarkt und einen Wochenmarkt zur Verfügung. Betreuung und Bildung der Kinder finden in Kinderkrippe, Kindergarten, Hort und Kindertagesstätte, Grund-, Mittel und Realschule direkt vor Ort in fußläufiger Entfernung statt. Unmittelbare Naherholungs- und heimische Freizeitangebote gibt es sowohl in Poing - beispielsweise mit dem über die Region bekannten Wildpark, dem Badesee „Bergfeldsee“, dem Volksfest, Straßenfestival und zwei Marktsonntagen - als auch alternativ im gesamten umliegenden Alpenvorland.

Ziele in der Landeshauptstadt sind über den direkten Anschluss der A94 oder mit der S-Bahn-Linie S2 schnell und einfach zu erreichen. Mit über 2,7 Millionen Einwohnern bilden die Stadt München und deren umliegende Landkreise eines der größten Ballungszentren in Deutschland. Wohnraum, Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Freizeitangebot müssen den Anforderungen einer urbanen Gesellschaft gerecht werden. Mit rund 6.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitsplätzen nimmt die Gemeinde Poing einen Spitzenplatz in Landkreis Ebersberg ein. In Poing finden sich bekannte Hightech-Unternehmen wie Océ Printing Systems, Avnet, EBV Elektronik, die Zentrale der Stahlgruber GmbH oder das Headoffice der Schlemmer GmbH. Seit Mitte der 80er Jahre entstehen im Poinger Norden das Wohnbaugebiet „Am Bergfeld“. Freistehende Einfamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser, Privatgärten, Spielplätze und Freizeitanlagen fu?gen sich seitdem in jedem der einzelnen Bauabschnitte zu einem harmonischen Bild zusammen. Breite Grünzüge durchziehen das gesamte Wohngebiet, vom Marktplatz im Zentrum bis hin zur Bergfeldstraße am nördlichen Poinger Ortsrand. 2007 fiel der Startschuss für die dritte Entwicklungsstufe des Poinger Wohnbauprojektes: Was während der Planung sachlich als W5 bezeichnet wurde, ist heute zum “Zauberwinkel” geworden. Gebrüder-Grimm- Straße, Rübezahlweg und Schneewittchenstraße sind nun das Zuhause für junge Familien, Naturfreunde und eine urbane Vorstadtgesellschaft.

Mit dem Seewinkel wird die dynamische Wachstumsgemeinde Poing weiteren lebens- und liebenswerten Wohnraum schaffen. Passend zum benachbarten Bergfeldsee hat der Seewinkel seinen Namen erhalten. Fu?r den Einzug der ersten Seewinkel-Bewohner rechnet die Gemeinde mit Herbst 2015. Ein 2007 durchgeführter städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb lieferte die Grundlage für den Umgriff des Bebauungsplans Nummer 55, dem Wohnbaugebiet W5 „Zauberwinkel“, und dem Bebauungsplan Nummer 56, dem Wohnbaugebiet W6 „Seewinkel“. Der erste Preis ging an die Planungsgemeinschaft „Zwischenräume“.

Immer mehr Familien entscheiden sich für Poing

Die Zeitschrift "Eltern" fragte 2011 nach dem Geheimnis Poings und was Poing so attraktiv für Familien macht. Das Ergebnis lautete: Poing ist einer der erfolgreichsten Familienstandorte Deutschlands. Poing ist die jüngste Gemeinde im Kreis Ebersberg und eine der nachwuchsstärksten Gemeinden deutschlandweit. Eine Studie der TU München zeigt, warum Poing ein perfekter Familienstandort ist. Untersuchungsgegenstand waren die Suchgeschichten erfolgreicher Wohnungsfinder in den Neubaugebieten im Raum München. Der Weg der Wohnungssuche und die Kompromisse, die die Suchenden eingingen, wurden nachvollzogen und ausgewertet. Eines der beleuchteten Untersuchungsgebiete war der „Zauberwinkel“ in Poing, in dem seit 2009 Wohnraum für circa 1.400 Menschen geschaffen wurde, und wo mit dem Seewinkel in den kommenden Monaten weiterer Wohnraum für etwa 1.500 Menschen entsteht. Im Ganzen wurden 1.800 Wohnungsfinder in München und dem Umland für die Studie befragt. Aus dem Zauberwinkel beteiligten sich 50 Wohnraumfinder, was einen höheren Rücklauf als in anderen Wohngebieten bedeutet. Unterm Strich kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Zentralität das wichtigste Kriterium bei der Wohnraumsuche in München und dem Umland ist.

Mit „Bergfeld Living“ am Poinger Seewinkel setzen zum Beispiel die Terrafinanz Wohnbau und HI Wohnbau ein gemeinsames Bauvorhaben in der Gemeinde Poing um. Dabei entstehen dort insgesamt knapp 100 familienfreundliche Eigenheime, darunter Reihen-, Hof- und Doppelhäuser. “Ein Wohnviertel, in dem sie sich sicher fühlen, eine gute Verkehrsanbindung und ausreichend Kita-Plätze – diese drei Faktoren zählen für Familien mit Kindern zu den Hauptkriterien, bei der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung“, so Axel Blum, geschäftsführender Gesellschafter bei der Terrafinanz, „Hinzu kommen die Größe der Wohnfläche und eine familienfreundliche Infrastruktur. Das alles bietet das „Bergfeld Living“ in Poing.“ Die künftigen Bewohner profitieren von der guten Lage des Areals. Der See ist ein gewichtiges Pro-Argument bei Kindern. Der tägliche Bedarf lässt sich fußläufig oder mit dem Fahrrad abdecken und auch die Anbindung an die Landeshauptstadt München ist optimal. Kindergärten sowie Schulen in der nahen Umgebung zeichnen die familienfreundliche Infrastruktur aus.

Erschließungsstraßen übergeben

Im letzten Monat bereits übergab die ARGE Poing "Am Bergfeld" die Erschließungsstraßen und die Kanalanlage im Baugebiet Poinger Seewinkel an die Gemeinde Poing. Mit der Übergabe der öffentlichen Straßen übernimmt die Gemeinde Poing die anfallenden Räumarbeiten im kommenden Winter. Die Erschließungsstraßen im Seewinkel verbinden die drei Einfahrten von der Bergfeldstraße in das Wohngebiet miteinander. Bis auf weiteres werden die Erschließungsstraßen, namentlich die Schwanen-, Hecht-, Saibling-, Forellen-, Salamander-, Graugans- und Teichhuhnstraße, lediglich für den Baustellenverkehr freigegeben. Über die Erschließungsstraßen können die Baufahrzeuge des Hochbaus zukünftig ihre Baufelder erreichen. Insgesamt haben die asphaltierten Erschließungsstraßen eine Länge von 1.500 Metern. Auch die Randsteine, Gehwege und Parkbuchten an den Erschließungsstraßen wurden zum großen Teil bereits fertiggestellt. Sogar die Straßenlaternen sind an das Stromnetz angeschlossen. Bauleiter Hans-Peter Staudinger ist mit dem bisherigen Bauverlauf hoch zufrieden: "Zusammen mit der Gemeinde Poing haben wir hochwertige Straßen und Gehwege geplant und umgesetzt. Bisher hatten wir einen perfekten Bauverlauf. Wenn das Wetter mitspielt, können wir in den kommenden Wochen mit Hochdruck weiterarbeiten. Die Erschließungsarbeiten im Poinger Seewinkel werden bis zum Jahresende weiter gehen. In dem Baugebiet sollen im kommenden Jahr auf einer Fläche von 120.000 m2, was einer Größe von ca. 17 Fußballfeldern entspricht, ca. 290 Häuser und bis zu 90 Wohneinheiten mit einer Geschossfläche von 53.000 m2 entstehen. Im Poinger Seewinkel werden in Zukunft bis zu 1.600 Neubürger ihre Heimat finden. Die ersten Häuser sollen demnächst in Bau gehen.