München-Oberföhring

Oberföhring: Überfall und Brandstiftung als Basis für Stadtgründung

München Oberföhring
St. Emmeramsmühle in München Oberföhring
 
Lage

Oberföhring liegt im Nordosten und zieht sich am Isarhochufer entlang. Beginnend „Am Priel“, oberhalb des Herzogparks bis zur Stadtgrenze im Norden. Die Ostgrenze bildet die Cosimastraße, die Westgrenze die Oberföhringer Straße und ab dem Ende des Herzogparks Isar und Isarkanal.

Im Norden schließt sich im Landkreis München Unterföhring an, als selbständige Gemeinde. Gemeinsam ist beiden die Sprachwurzel des Namens, die auch heute nicht endgültig geklärt ist: „ ad feringas“ - bei den Fähren, bei den Fährleuten, die Leute vom Feri oder bei den Föhren, für alle Möglichkeiten gibt es für und wider.

Geschichte

Fest steht, dass Oberföhring bis zu Beginn des 19. Jhdt.s zum Bistum Freising gehörte. Fest steht auch, dass auf einer alten Römerstraße, die durch den Gemeindebereich führte, von alters her Salz aus dem Salzburgischen nach Norden transportiert wurde. Fest steht auch, dass hierfür kräftig abkassiert wurde und zwar Wege- und Brückenzoll (bzw. Furt- oder Fährzoll). Ein hervorragendes Geschäft zur damaligen Zeit. Ob es aber eine Brücke gab oder doch eher eine Fährverbindung oder gar eine Furt ist historisch genauso wenig belegt wie der exakte Ort. Stand des Allgemeinwissens ist auf jeden Fall, dass Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern, 1156 die Anlagen in Oberföhring zerstörte, die Handelsstraße nach München umleitete, über eine dort inzwischen errichtete Brücke, und somit Zölle und Einnahmen kaperte.

Prägte ursprünglich die Landwirtschaft das Gesicht Oberföhrings, waren es im 19. Jhdt. die Ziegeleien. Allein auf dem Ortsgebiet 17 Betriebe, die aus dem Lehm den Baustoff der Stadt brannten. 1913 wurde Oberföhring nach München eingemeindet.

Idyllisch grün wohnen

Hauptsächlich zieht sich Oberföhring an der gleichnamigen Straße entlang. Ein schmaler, bebauter Streifen östlich und westlich der Straße mit vorwiegend Mehrfamilienhäusern, Wohn- und Geschäftshäusern, Läden, Geschäften und Wirtschaften. Monolithisch erhebt sich im östlichen Teil eines der beiden Pharaohäuser Münchens Beton gewordene Terrassenhausarchitektur, Gigomanie auf Sparflamme. Aber auch eine der idyllischsten Lagen der Stadt befindet sich am Fuße des Hochufers: St. Emmeram. Einige wenige Häuser, mitten im Grünen, abgeschirmt von allem Großstadttrubel. Nur der lauschige Biergarten sorgt für mehr Treiben. Geschwungene Wege führen zur Isarinsel, zwischen Isarkanal und Isar, bis hinüber in den Nordteil des Englischen Gartens auf der anderen Flussseite.

Text: © Gerschlauer GmbH, Immobilien; Foto: © von Oliver Raupach (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons