München-Daglfing

Daglfing – Landwirtschaft, Traber und Siedler


Katholische Kirche St. Philipp und Jakob in München Daglfing
 
Lage

Die Nordgrenze Daglfings bildet der Straßenverlauf der Stegmühl- und Salzstraße, nördlich schließt sich dann Johanneskirchen an. Westgrenze ist der Gleiskörper mit der Flughafenlinie S8, Südgrenze die A94 und im Osten ist ein Bach, der Hüllgraben natürliche Grenze. Der Bereich um das Kirchlein St. Philipp und Jakob stellt den alten Dorfkern dar.

Die Ortsendung „-fing“ hat sich häufig von „Thing“ abgeschliffen, einer altgermanischen Gerichtsstätte, und „Dagl“ soll sich von einem gewissen Tagolf herleiten. Im 9. Jhdt. zum ersten Mal urkundlich erwähnt, war Tagolfing später in kirchlichem Besitz, dann Dorf, erhielt zu Beginn des 19. Jhdt.s Gemeinderecht und wurde 1930 nach München eingemeindet.

Die Traber

Lange Jahre dachte der Münchner, hörte er Daglfing, automatisch an die Trabrennbahn, die hier nicht unweit der Galopprennbahn Riem 1902 errichtet worden war. Das weitere Schicksal der Trabrennbahn ist ungewiss. War ihr Ende vor Kurzem noch beschlossene Sache, ist die Zukunft nun wieder offen. Die Waagschalen schweben zwischen Erhalt und umfangreichem Wohnungsbau.

Wie es sich dort lebt

Daglfing besitzt heute noch ein ausgesprochen ländliches Gepräge mit Höfen und Weiden. Südwestlich des alten Dorfkerns und nördlich der Trabrennbahn entstand in den 50er Jahren eine Wohnsiedlung mit typischen, kleinen Siedlungshäuschen. Südöstlich des Dorfkerns liegt ein Siedlungsbereich mit schmucken Einfamilienhäusern aus den 30ern und der Nachkriegszeit, Gediegenheit und viel Gartengrün herrschen hier vor. Nördlich davon entstand in den 80er Jahren die „Feuerwehrsiedlung“, ein Selbsthilfeprojekt städtischer Beamter und Angestellter.

Daglfing besitzt eine S-Bahn-Station, Busanbindung und eine Auffahrt zur A94. Das Preisniveau der Immobilien beginnt hier im unteren Mittelbereich und erreicht durchaus das gehobene Segment, je nach Mikrolage.

Text: © Gerschlauer GmbH, Immobilien; Foto: © von X (Eigenes Werk) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons