Lade ...

Chinesische Wohnungsbau-Ministerin zu Besuch bei Haus + Grund München

{{notice.title | translate}}

{{notice.message}}

Verfasst am 28.01.2019, in der Kategorie "Wohnreport"
Die chinesische Wohnungsbauministerin Yang Jiayan, zuständig für Wohnraum von 1,3 Milliarden Chinesen, informierte sich in der Geschäftsstelle von HAUS + GRUND MÜNCHEN in der Sonnenstraße 13 zusammen mit 21 hochrangigen Delegierten aus Politik und Wirtschaft und Dolmetscher Dr. Shi Wentong über das deutsche Mietrecht insbesondere über den Mieterschutz.

Der Hintergrund: In China gibt es praktisch keinen Mieterschutz. Mietverträge werden i.d.R. befristet, meist nur für ein Jahr abgeschlossen. Nur in dieser Zeit genießt der Mieter einen gewissen Schutz vor Kündigungen und Mieterhöhungen. Will der Mieter in der Wohnung bleiben, muss er nach Ende der Befristung einen neuen Mietvertrag abschließen; immer häufiger zu einer deutlich höheren Miete, berichtet Yang Jiayan. Dies hat gerade in Ballungsgebieten wie Peking zu einer Mietpreisexplosion und sozialen Spannungen geführt, sodass jetzt über eine Stärkung des Mieterschutzes nachgedacht wird.

Nicht so extrem wie in Deutschland, aber wir müssen was tun, so die Ministerin. 90 % der Chinesen wohnen in der eigenen Wohnung, nur 10 % sind Mieter. Daher haben Mieter auch keine Lobby in der Politik. Wie können sich so viele Chinesen eine eigene Wohnung leisten? Bevor junge Leute heiraten, kaufen sie eine Wohnung. Dabei gibt es i.d.R. sechs Zahler, berichtete die Ministerin - die Brautleute, die Eltern der Braut und die Eltern des Bräutigams. So klappt das i.d.R. mit der eigenen Wohnung.
Interessenvertretungen gibt es in China für die Bauwirtschaft, für Hausverwalter und Makler, nicht aber für Hauseigentümer und Mieter. Daher wollten die Delegierten auch wissen, wie in Deutschland Haus- und Grundbesitzervereine und Mietervereine funktionieren, was sie tun, was sie kosten etc.

Rechtsanwalt Rudolf Stürzer, Vorsitzender von HAUS + GRUND MÜNCHEN, und Rechtsanwältin Birgit Noack beantworteten zahlreiche Fragen der an allen Details sehr interessierten Delegierten. Und zum Abschluss natürlich auch die Frage, wie man denn Münchner "Weißwürscht", die es nach Ende der Veranstaltung gab, „richtig“ isst.